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Erlebnistour Mammutpark 2025
oder

wieso, was denn? Nix mit Skandinavien?




625 km                                                                                                                            28.07.2025 - 02.08.2025





Sekunde. Wattn hier los?? Nicht Schweden? Nicht Norwegen? Nicht mal Dänemark??

Ähm....nein. 

Aber warum? Nun, das ist schnell erklärt. Meine Frau und ich haben, seitdem sie in Deutschland lebt, nicht ein einziges Mal im Sommer Urlaub gemacht. Endlich, nach fünf Jahren, haben wir genau eine Woche gemeinsamen Urlaub. Aber nu kommt der Haken! So, wie meine Tochter und ich reisen (prakmatisch, minimalistisch, was Gepäck angeht), ist nicht die Art zu reisen, was meine Frau mag. Hm....und nu? Wir haben großen Familienrat gehalten und es kamen einige Vorschläge auf dem Tisch. Und der beste Kompromiss war, daß wir zum Mammutpark in Stadtoldendorf in Niedersachsen fahren. Der Mammutpark ist ein Offroadpark, wo man in leichtem, schwierigem und sehr schwierigem Gelände fahren kann. 


Wir mieten für uns Drei eine 90 qm große Wohnung mit vier Zimmern und buchen für den Mammutpark für je eine Stunde einen von der US-Army gekauften Hummer/Humvee und einen Unimog von der Bundeswehr. Mit den beiden Autos werden wir - neben meinem Ford Ranger Raptor - im Offroadpark fahren und hoffentlich Spaß haben.



Tag 1:


Am Montag, den 28.07.2025, fahren wir recht spät los, denn die Wohnung in Stadtoldendorf können wir erst um 

15 Uhr - 16 Uhr beziehen. Also um 11 Uhr an der Tanke den Tank vollranzen und ab auf die Autobahn in den Süden. Theoretisch benötigen wir etwa 3 Stunden. Da wir jedoch über die A1 auf die A7 fahren, plane ich etwa 

ein bis zwei Stunden mehr ein.


Fünf Staus und 4,5 Stunden später sind wir in Stadtoldendorf, ein beschauliches kleines Örtchen, wo es wirklich ruhig ist. Wir übernehmen die Wohnung. Kind übernimmt ein Schlafzmmmer und meine Frau und ich das zweite. Ein Schlafzimmer wird nicht genutzt.


Unser Schlafzimmer von meiner Frau und mir.

  

Das ungenutzte Schlafzimmer    


Das Bad


Das Wohnzimmer


Das Wohnzimmer


Die Küche




Das Schöne ist: Im Umkreis von 850 Metern gibt es eine Tankstelle, fünf Lebensmittlhändler und den Mammutpark! 

Am Montag machen wir nicht mehr viel nach dem Einkauf. Wir genießen einfach gemeinsam die Zeit. Es wird gegessen, geklönt und die TV-Geräte in den Zimmern werden genutzt. Für uns mal was ganz anderes. Einer der Vormieter hat sich aus seinem Netflix-Account nicht ausgeloggt. Nun ja, wir haben nette Filme gesehen.    



Tag 2:


Heute wollen wir Teile der größten historischen Automobilsammlung Europas besichtigen: Der PS Speicher in Einbeck!

Wir besuchen allerdings nur die Teilausstellungen PKWs und LKWs/Busse. Die anderen Teile nicht, da der Eitritt für drei Leute schon ziemlich hoch ist. Ich bezahle 72 Euro. Würden wir wirklich alles zu dritt besuchen, käme ich auf 276 Euro! 


Aber diese beiden Teile sind schon klasse!

Ich werde nur eine kleine Auswahl von Bildern online stellen. 


Die PKW-Ausstellung


















Die LKW/Bus-Ausstellung




Ein Motor eines sowjetischen Flugzeugs












Tag 3:


Heute kommt das erste große Ereignis! Wir werden um 11 Uhr einen US-amerikanischen Hummer fahren!

Um etwa 10 Uhr fahren wir zum Mammutpark. Meine Herren! Ist der riesig! Und sehr hügelig. Es ist ein ehemaliger Truppenübungsplatz, der nun von Offroadfahrern intensiv genutzt wird. Aber kreuz und quer fahren is nich! Hier muß man sich auf den Offroadwegen halten und nicht zu schnell fahren. Ich hole eine Drei-Tages-Karte und wir fahren sofort los auf eine einfache Strecke. 

Leider habe ich es verpeilt, ein Video mitzudrehen. Na toll.....   

Die Strecke ist meiner Meinung nicht nicht wirklich leicht. Oder ich bin zu schlecht bzw. unerfahren. 

Es sind Steigungen dabei, die man bei diesem lehmigen Boden ohne Allrad nicht erklimmen kann. Ich habs ausprobiert.   

Dann durch tiefe Wasserdurchfahrten, grobe Schlaglöcher und sehr enge Kehren. Baumwurzeln, scharfkantige Steine und rutschige Kanten haben es in sich! Und das ist noch die "leichte" Strecke!

Natürlich fährt die Angst mit, das Auto zu demolieren. Immerhin haben wir nicht wie die meisten Besucher ein speziell vorbereitetes Fahrzeug auf einem Hänger mitgeführt. Ich muß mit meinem Ofen die 278 km wieder zurückfahren.   





Um 11 Uhr kommt der Hummer!


    

Meiner Frau hat die erste Tour gereicht und will im Raptor bleiben. Die Schaukelei und die Schlaglöcher und das schmutzige Wasser ist gar nicht ihr Ding.

Hier zur Vermietung des Hummers. Ich habe für eine Stunde und Fahrerwechsel 215 Euro bezahlt. 


Der Instruktor Mario weist uns ein:





Ich starte zuerst. Das Kind sitzt hinten auf der Holzbank und schnallt sich an. Der Hummer hat Automatik, was es aber nicht leichter macht. Er zieht schlecht an und die Lenkung ist sehr schwammig. Der über sechs Liter große Dieselmotor hat einen gefühlt schwachen Antritt. Aber er zieht gut die Hügel hoch. Und Leistung ist ja auch nicht wichtig bei Offroad. Das Fahrwerk und die Untersetzung ist elementar. 

Anfangs fahren wir die einfachen Strecken und dann geht es in das schwierige Gelände! 

Steil bergauf und bergab. engste Kehren, tiefzerfurchte Wege und rutschiger  lehmiger Grund. 

Wir wechseln nach etwa 30 Minuten. Ich bin völlig fertig. 

Nun fährt das Kind und ich sitze hinten auf der Ladefläche. Boa, ist das hoch!. Zum Glück kennt sie schon große Fahrzeuge mit LKW-Lenkung und kommt mit dem Hummer gut klar. 

Es schaukelt und rattert und klappert so übel, daß wir Angst haben, daß der Hummer sich in seine Bestandteile auflöst. Tut er aber nicht. Daher gibt es auch leider keine Videos. Ich habe Hände voll zu tun, mich festzuhalten.


Laut Mario ist der Hummer 2,8 Meter breit mit Spiegeln, hat einen 6,2 L Diesel mit 168 PS.


Nach 70 Minuten sind wir am Ausgangspunkt bei meinem Raptor und verabschieden uns nach 15 Minuten von Mario.


Nach der Fahrt fachsimpeln wir noch.
Mario: Vom Fach

Ich: Simpel   





Kind und ich sind so alle, daß wir zurück zur Wohnung wollen. Und wir haben Hunger. 

In den nächsten Stunden genießen wir die große Wohnung und lassen den Tag langsam ausklingen und klönen über das Erlebte.



Tag 4:


Kind und ich wollen zum Mammutpark. Die Frau will nicht mit, sondern im Ort spazieren gehen.

Wir fahren recht spät los und fahren den bekannten ersten leichten Weg ab.

Vorher kläre ich noch was im Büro vom Mammutpark und sehe dieses total geile Fahrzeug.

   

Dann fahren wir den zweiten leichten Weg. Wir haben eine Karte mit, aber wir verfransen uns. Auf ein mal wird der Weg so schwer, daß ich rückwärts fahre und dabei bei einer starken Schräge fast mein Auto auf die Seite werfe.     Als das Auto die Schräge langsam runterrutscht und immer weiter kippt, drehe ich beherzt nach rechts am Lenkrad und gehe Gas. Dann steht der Raptor mit der Front zur Schräge und die Kippgefahr ist gebannt. Dann fällt uns auf, daß wir auf einem schweren Weg gefahren sind.   

Nach der Aktion fahren wir nach gerade mal 90 Minuten wieder zur Wohnung. Sind wir Muschies? 

Und wenn....egal. 

Den Rest des Tages genießen wir die Wohnung und klönen.



Tag 5:


Heute geht es wieder zum Mammutpark und fahren erst mal die bekannte leichte Strecke. Dann fährt das Kind diese Strecke, was gut funktioniert. Dann versuchen wir noch mal die zweite leichte Strecke und entdecken die Stelle, wo wir falsch abgebogen sind. Jaaaaaaaa, das ist nu die richtige! Und die macht auch Spaß. 

Nach ca. zwei Stunden Offroad-Fahrt fahren wir zur Kärcher-Anlage. 


Nach drei Tagen offroad fahren ist der Raptor reif für die Wäsche. 


Nach der Reinigung fahren wir müde, aber glücklich zur Wohnung, wo meine Frau wartet und genießen den restlichen Tag.

Mein Kind und ich reden über unsere Bedenken wegen des Unimogs. Der ist größer, höher und hat ein Schaltgetriebe. Ob wir damit klarkommen? Beim Hummer haben wir schon abgekackt und waren völlig fertig.

Mit leichten Unbehagen gehen wir abends ins Bett.........

 


Tag 6:


Wir stehen recht früh auf, da wir heute um spätestens 10 Uhr die Wohnung übergeben müssen. Wir räumen die Zimmer leer und das Auto voll. Dann die Schlüssel abgeben und ab zum Mammutpark.


Vor Aufregung habe ich schon wieder Fotos vergessen.....   


Immerhin hat meine Frau die Abfahrt gefilmt. Mein Kind will zuerst fahren, damit sie es hinter sich hat.



Hier endlich mal filme ich die Fahrt von meinem Kind. Jetzt mal ein gutes Video!!!!   

Wir fahren hier die schweren Wege, teilweise auch die sehr schweren Wege.    


Der Unimog ist echt krass! 

Er ist mit 6,2 Tonnen wesentlich schwerer als der Hummer und mit seinem 5,7 L Dieselmotor mit ca. 130 PS deutlich spritziger beim Fahren!

Er erklimmt steile Hügel, fährt auf der anderen Seite so dermaßen steil runter, daß man das Gefühl hat, gleich nach vorn umzufallen. Er macht richtig Spaß! Bei der Offroadfahrt ist er dem Hummer deutlich überlegen! Argument von dem Instruktor Christoph: Es ist ein Mercedes!     

 

Nach dem Fahrertausch fahre ich nun, nachdem mein Kind Spaß hatte. Das Fahrzeug ist so dermaßen hoch, daß wir Beide Probleme haben aus- und einzusteigen.    

Obwohl ich nun seit vier Jahren Automatik gewöhnt bin, macht der Unimog mir es leicht. Er kann ohne Probleme in den ersten vier Gängen anfahren und hat darüber hinaus so viele Gänge.....ich glaube es waren zwölf? Oder mehr? Ich habe aufgehört zu zählen.

Auch muß ich bei einer üblen Hügelfahrt die Differenzielsperre einsetzen, was super funktioniert. Die LKW-Lenkung (ewig rumkurbeln, bis man die Kurve nehmen kann) sind wir ja schon vom Raptor gewöhnt.


Nach gut einer Stunde fahren wir wieder zurück. Meine Frau filmt wieder.




Das hat richtig Spaß gemacht!!!    

Was sagt mein Kind:"Wenn wir nächstes Mal hierherkommen, buchen wir zwei Mal den Unimog!"     


Hier die Webseite zur Unimog-Vermietung

Wir haben für die Stunde Unimog 130 Euro bezahlt.


Nun steigen Kind und ich in den Raptor um und fahren zur Tankstelle. Von dort aus geht es Richtung A7.


Unterwegs sehen wir die Marienburg.




Von der A7 fahren wir auf die A1. 

Wetter und insgesamt zehn Staus lassen die Fahrt wirklich zäh werden.


Nach fünf Stunden Fahrt kommen wir in Lübeck an und bringen das Kind direkt nach Hause. Nun fahren meine Frau und ich ebenfalls heim. 

Unser erster gemeinsamer Sommerurlaub ist beendet.



Fazit:   


Ja, es war nicht Skandinavien. Und das ist an sich traurig. Aber verschiedene Interessen unter einem Hut zu bekommen, bedarf einiger Kompromisse.  

Was sagte mein Kind: "Es war nicht so gut wie Norwegen, aber wir haben mit den Fahrzeugen viel Erfahrungen sammeln können." Und da gebe ich ihr recht. Aber tatsächlich sind solche Offroad-Fahrten mit maximal 20 km/h nicht wirklich was für uns. Wir mögen doch lieber die geschotterten und asphaltlosen Wege in Skandinavien mit mehr als 50 km/h.

Und für mich ganz wichtig: Meine Frau und ich hatten eine sehr schöne und intensive Zeit miteinander. 

Endlich. Nach fünf Jahren.

Aber tatsächlich werde ich ein Wochenende später nach Schweden fahren. Alex und ich werden Kai-Uwe in Malmö treffen und drei Tage lang unseren gestorbenen Freundes Lutz gedenken.




Was hätten wir noch gebraucht:

- Mehr Videos



Was haben wir nicht gebraucht:

- Die Angst um mein Auto. Hat mich schon sehr eingeschränkt.



  








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